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Die Nordmänner in Grönland

Mit Erik dem Roten als Anführer kamen die Nordmänner im Jahr 982 nach Grönland. Noch heute können Sie ihre Hinterlassenschaften in den auf der UNESCO-Welterbeliste erfassten Gegenden in Südgrönland aufspüren.

Die Inuit wanderten aus dem Westen nach Grönland ein und wurden zur Thule-Kultur. Zur gleichen Zeit kam ein anderes Volk aus dem Osten. Der Norweger Erik der Rote hatte sich in Island niedergelassen. Aber aufgrund eines Mordes war er vogelfrei gesprochen worden. Deshalb fuhr er mit Familie und Freunden per Schiff gen Westen, den Seefahrer wohl gesehen, aber nie besucht hatten. Deshalb entstand im südlichen Teil des Landes eine europäische Kultur. Sie gaben ihm den Namen Grönland.

Die Nordmänner oder das ”Volk aus dem Norden” kamen 982 nach Grönland. Erik der Rote war für drei Jahr vogelfrei gesprochen worden. Nun reisten er, seine Frau Tjodhildur, seine Familie und enge Freunden in drei Booten zum Land im Nordwesten. Als sie ankamen, erlebten sie eine Überraschung. Sie kamen im Sommer, wo das Land prächtig und fruchtbar war. Deshalb nannte Erik das Land Grönland.

Da Grönland Teil des nordamerikanischen Kontinents ist, waren Erik und sein Gefolge die ersten Europäer, die ihre Füße auf grönländischen Boden setzten. 18 Jahre später zog sein Sohn Leif Eriksson, auch bekannt als Leif der Glückliche, weiter nach Westen und ließ sich auf dem nordamerikanischen Festland nieder. Damit kam er Christoffer Columbus 500 Jahre zuvor.

Wir wissen viel darüber, wie es den Nordmännern in Grönland erging, da ein großer Teil ihrer Geschichte in den isländischen Sagen niedergeschrieben ist.

Die Nordmänner breiten sich aus

Die Nordmänner waren Wikinger, bekamen aber diesen Namen, weil sie sich im Norden ansiedelten. 985 kehrte Erik der Rote nach Island zurück. Er hatte aber beschlossen, mit einem noch größeren Gefolge nach Grönland zurückzukommen. Er berichtete weit und breit von dem fruchtbaren Land im Westen und führte danach weitere Siedler von Island nach Grönland. Erik selbst ließ sich in Brattahlid nieder, das heute Qassiarsuk heißt. Diese Siedlung wurde das Zentrum für den Ort, der den Namen „Østerbygden“ trug, die „Siedlung im Osten“.

Grönland hatte einen guten Ruf bekommen und immer mehr Isländer und Menschen aus den anderen skandinavischen Ländern kamen hierher und siedelten sich in der südwestlichen Region an. Heute können Sie Zeitzeugnisse der Nordmänner von Kap Farvel im Süden bis in die Fjorde von Nuuk finden. Die Gegend um Nuuk und der Nuukfjord wurden zum Zentrum für das Gebiet, das den Namen „Vesterbygden“, die „Siedlung im Westen“ erhielt.

Grönland wird christianisiert

Im Jahre 1000 kam Leif Eriksson, Sohn Erik des Roten, nach einem Besuch in Norwegen nach Grönland zurück. Mit ihm kam der erste christliche Missionar in Grönland. Nicht alle konnten sich gleich für seine Predigt begeistern. Aber Tjodhildur war eingenommen und bald wurde die erste christliche Kirche auf dem nordamerikanischen Kontinent in Brattahlid gebaut. Heute ist sie unter dem Namen ”Tjodhildurs Kirche“ bekannt. Sie können noch immer ihr Fundament und eine Rekonstruktion der Kirche besichtigen.

Etwa im gleichen Jahr zogen Leif Eriksson und seine Männer noch weiter nach Westen und entdeckten wie erwähnt ein Land im Westen, das heute als Kanada bekannt ist. Sie nannten ihre neu entdeckten Gebiete Helluland, Markland und Vinland.

Es wird kälter

Das Leben in Grönland war weder für die Dorset-Inuit noch für die Nordmänner einfach. Grönland war zu einem christlichen Bistum mit Bischofssitz in Gardar geworden, das heute Igaliku heißt. Das Leben war schwer für die Siedler in Grönland, denn die „Kleine Eiszeit“ begann. Langsam verließen sie die Siedlung im Westen und ab 1360 wohnten in dieser Gegend keine Menschen westlicher Herkunft mehr. Die Dorset-Inuit waren ebenfalls ausgewandert oder gestorben und stattdessen lebten nun Thule-Inuit in der Gegend um Nuuk.

Ab 1370 ging der Handel mit Skandinavien noch weiter zurück. Das erschwerte den Nordmännern, ihre Kultur in Grönland aufrecht zu erhalten. 1408 fand in der Hvalsey-Kirche eine Hochzeit statt (sie heißt heute Hvalsey-Kirchenruine und ist die am besten erhaltene Ruine der Nordmänner). Diese Hochzeit ist der letzte Anlass, bei dem wir schriftliche Zeugnisse der Nordmänner in Grönland finden. Sie waren dort noch einige Jahre, aber zwischen 1480 und 1500 starb oder verließ der letzte Vertreter des Volkes aus dem Norden Grönland.

Im Jahre 1721 überredete der evangelische Pfarrer Hans Egede den dänischen König dazu, dass er nach Grönland reisen und den Nordmännern erklären durfte, dass sie nun nicht mehr der katholischen Kirche angehörten, sondern der evangelischen. Er fand aber keine Nordmänner, sondern beschloss statt dessen, eine Kolonie zu errichten und die Inuit zu missionieren.

UNESCO Welterbe

Im Sommer 2017 wurden Teile der Siedlung im Osten, darunter Igaliku und Qassisarsuk, auf die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Heute finden Sie fünf Gegenden in Südgrönland, die unter diesen Schutz fallen, nicht nur aufgrund der Nordmänner, sondern auch wegen kultureller Funde von den Inuit und der heutigen Landwirtschaft, die für die arktischen Regionen ganz einzigartig ist.

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